Frankfurt wächst weiter. Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) errichtet 48 Werkswohnungen für ihre Beschäftigten. Das Projekt liegt zwischen Busbahnhof, Bahngleisen und der Adolf-Haeuser-Straße. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2026 vorgesehen.
Inhaltsverzeichnis:
- Richtfest mit Mike Josef
- Wohnungen und Ausstattung
- Auswahl und Vergabe
- Mietpreise und Förderung
- Ursprung der Idee
- Nächste Schritte
Richtfest mit Mike Josef
Am Bauplatz wurde Richtfest gefeiert. Anwesend war Oberbürgermeister Mike Josef (SPD), der den Rohbau besichtigte. Bereits stehen vier Gebäude: drei Wohntürme sowie ein länglicher Riegelbau. Letzterer schützt das Areal vor der Straße.
Im Inneren entstehen nicht nur Wohnungen. Vorgesehen sind auch:
- vier kleine Gewerbeeinheiten
- ein Sozialraum mit Sanitäreinrichtungen
- Rückzugsmöglichkeiten für Mitarbeitende im Außendienst
Josef betonte, dass Wohnraum in Frankfurt knapp sei. Ebenso fehle es an Fachkräften. Beides gleichzeitig zu schaffen, sei eine wichtige Aufgabe.
Wohnungen und Ausstattung
Die 48 Einheiten bieten Flächen zwischen 40 und 106 Quadratmetern. Es gibt ein bis fünf Zimmer pro Wohnung. Insgesamt entstehen rund 3400 Quadratmeter Wohnfläche. Bei voller Auslastung könnten bis zu 136 Menschen dort wohnen.
Besondere Merkmale sind:
- Passivhaus-Standard mit reduziertem Heizbedarf
- Versorgung durch Erdwärme
- Dachbegrünung mit kleinen Bäumen
- Innenhof mit Spielplatz
Zum Zeitpunkt des Richtfests war die Fassade noch Beton. Später soll sie durch Dämmung und Gestaltung aufgewertet werden.
Auswahl und Vergabe
77 Beschäftigte haben bereits Interesse bekundet. Bewerben dürfen sich Mitarbeitende aus allen Bereichen – von Müllabfuhr bis Verwaltung. Die Auswahlkriterien stehen noch nicht vollständig fest. Kinder werden bei der Vergabe berücksichtigt. Ob die Dauer der Betriebszugehörigkeit ein Faktor ist, bleibt offen.
Auch Angestellte von Tochterfirmen können sich bewerben. Für Auszubildende sollen keine Nachteile entstehen, wie FES-Sprecherin Saskia Powell erklärte.
Mietpreise und Förderung
Die Mieten sollen unter dem Durchschnitt in Frankfurt liegen. Geplant ist folgende Aufteilung:
- 15 Wohnungen im ersten Förderweg für niedrige Einkommen
- 21 Wohnungen im Programm für mittlere Einkommen
- 12 Wohnungen zur freien Vermietung
Damit bietet die FES ein breites Spektrum für unterschiedliche Einkommensgruppen.
Ursprung der Idee
Geschäftsführer Benjamin Scheffler erinnerte an den Beginn. 2017 sprach er in einer Sitzung mit Rosemarie Heilig, damalige Umweltdezernentin und Aufsichtsratsmitglied, über Werkswohnungen. Nur vier Wochen später starteten die Planungen.
Beim Bau setzt die FES gezielt auf mittelständische Firmen. So sollen regionale Unternehmen gestärkt werden. Auf große Konzerne mit Subunternehmerketten verzichtet man bewusst.
Nächste Schritte
Vor dem Einzug bleibt noch viel Arbeit. Die Fassade muss gedämmt, Fenster eingesetzt und Innenräume ausgebaut werden. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner sollen im Spätsommer 2026 einziehen. Dann erhalten die ausgewählten Beschäftigten ihre Schlüssel.
Quelle: Frankfurter Neue Presse


