Die Wohnkosten in Frankfurt steigen seit Jahren stärker als die Löhne. Eine aktuelle Untersuchung des Maklerhauses Immoconcept zeigt, dass die Belastung für viele Haushalte inzwischen kritisch ist. Seit Ende 2015 sind die Mieten um 44 Prozent gestiegen, während die Einkommen nur um rund die Hälfte zulegten.
Inhaltsverzeichnis
- Untersuchung von Immoconcept
- Unterschiede zwischen Stadtteilen
- Einkommen und Wohnkosten
- Belastung für Haushalte
Untersuchung von Immoconcept
Das Maklerhaus hat die Entwicklung der Angebotsmieten in Frankfurt analysiert. Im Jahr 2024 stiegen die Mieten für Bestandswohnungen um knapp 6 Prozent, für Neubauten sogar um 8 Prozent. Besonders auffällig waren die Zuwächse in Stadtteilen, die bislang noch zu den günstigeren gehörten.
- Riederwald: plus 9,45 Prozent
- Höchst: plus 8,07 Prozent
- Unterliederbach: plus 7,72 Prozent
Bernd Lorenz, Geschäftsführer von Immoconcept, verweist darauf, dass gerade bei Neuvermietungen die Belastung für Haushalte stetig zunimmt.
Unterschiede zwischen Stadtteilen
Das Mietniveau variiert deutlich zwischen den Frankfurter Vierteln. Die höchsten Durchschnittspreise liegen bei 17,95 Euro pro Quadratmeter in Westend-Süd. Das niedrigste Niveau verzeichnet Harheim mit 11,47 Euro pro Quadratmeter. Dazwischen bewegen sich viele andere Stadtteile, wobei die Spanne in den letzten Jahren größer geworden ist.
Einkommen und Wohnkosten
Laut Immoconcept nahmen die Bruttoentgelte zuletzt um 5,4 Prozent zu. Damit bleibt das Lohnwachstum hinter den Mietsteigerungen zurück. Die Folge ist, dass immer mehr Haushalte mehr als 30 Prozent ihres Nettoverdienstes für die Miete aufbringen müssen.
Nach Berechnungen gilt:
- Ein Einpersonenhaushalt braucht im Schnitt 3572 Euro netto im Monat, um unter der 30-Prozent-Marke zu bleiben.
- Eine Familie mit drei Personen benötigt dafür 6119 Euro netto monatlich.
Die meisten Einkommen in Frankfurt liegen jedoch deutlich darunter.
Belastung für Haushalte
Die Kluft zwischen Wohnkosten und Einkommen wächst kontinuierlich. Viele Mieterinnen und Mieter sehen sich mit einer Entwicklung konfrontiert, die ihre Budgets stark einschränkt. Die Studie macht klar, dass Wohnen in Frankfurt für zahlreiche Menschen längst zur finanziellen Herausforderung geworden ist.
Quelle: Frankfurter Rundschau


