Der Sommer in Frankfurt beginnt mit einem farbenfrohen Spektakel. Vom 1. bis zum 4. August 2025 verwandelt sich das Mainufer in ein riesiges Volksfest mit Livemusik, Fahrgeschäften und einem historischen Programm. Erwartet werden erneut Hunderttausende Besucher aus Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Das Mainfest gilt als einer der Höhepunkte im Frankfurter Veranstaltungskalender.
- Riesenrad mit Lichtillumination
- „Ochs am Spieß“ am Mainkai
- Fischerstechen auf dem Fluss
- Feuerwerk am Montagabend
- Ausschank aus dem Gerechtigkeitsbrunnen
Freitag und Samstag ist das Fest von 12 Uhr bis 1 Uhr nachts geöffnet. Sonntag und Montag endet es um Mitternacht.
Inhaltsverzeichnis:
- Die Ursprünge der Dreikönigskirche und das Fischerfest
- Fahrgeschäfte, Musik und der „Ochs am Spieß“
- Feuerwerk und Lampions über dem Main
- Verwechslungsgefahr mit Offenbachs Mainuferfest
Die Ursprünge der Dreikönigskirche und das Fischerfest
Das Mainfest geht auf das Jahr 1340 zurück, als Fischer und Schiffer die Weihe der Dreikönigskirche feierten. Das damalige Flussfest hat sich über Jahrhunderte zur heutigen Veranstaltung weiterentwickelt. Ein zentrales Element ist bis heute das sogenannte Fischerstechen. Dabei stehen sich zwei Teams auf Booten gegenüber, ausgerüstet mit Lanzen. Ziel ist es, den Gegner ins Wasser zu stoßen.
Diese Tradition zieht jedes Jahr zahlreiche Zuschauer an die Ufer des Mains. Die Wettkämpfer treten in bunten Kostümen an und sorgen für Spannung und Unterhaltung. Das Stechen ist eines der ältesten Bestandteile des Mainfestes und stellt eine direkte Verbindung zur Geschichte der Stadt und ihrer Flussschifffahrt her.
Fahrgeschäfte, Musik und der „Ochs am Spieß“
Neben Tradition bietet das Mainfest ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm. Ein beleuchtetes Riesenrad, Karussells und Spielbuden reihen sich am Mainufer aneinander. Lokale und überregionale Musikgruppen sorgen auf mehreren Bühnen für Live-Unterhaltung. Kulinarisch steht der „Ochs am Spieß“ im Zentrum des Interesses. Dieses Gericht gehört seit Jahren zum festen Bestandteil des Volksfestes.
Der Gerechtigkeitsbrunnen spielt eine besondere Rolle bei der Festeröffnung. Aus ihm wird traditionell Wein ausgeschenkt. Zahlreiche Stände entlang des Mainkais bieten Speisen aus verschiedenen Regionen Deutschlands an. Besucher finden dort auch Handwerkskunst, Mitmachaktionen und Souvenirs.
Feuerwerk und Lampions über dem Main
Am Montag, dem 4. August, endet das Fest mit einem spektakulären Feuerwerk. Tausende versammeln sich auf den Brücken und am Ufer, um das Farbenspiel am Himmel zu bestaunen. Zahlreiche Boote mit bunten Lampions begleiten das Finale vom Wasser aus. Diese Tradition verleiht dem Fest einen romantischen Abschluss.
Die Anreise sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Die Straßenbahnlinien 11, 12 und 14 halten an der Station Römer/Paulskirche. Die U-Bahnlinien U4 und U5 verbinden das Festgelände mit dem Hauptbahnhof. Vom Bahnhof zur Untermainbrücke dauert der Fußweg etwa 15 Minuten. Es stehen keine Parkplätze direkt am Fest zur Verfügung. Empfohlen werden Parkhäuser in der Domstraße 1, am Kornmarkt 10 und an der Töngesgasse 8.
Verwechslungsgefahr mit Offenbachs Mainuferfest
Immer wieder kommt es zu Missverständnissen beim Namen. Ein „Mainuferfest“ findet in Frankfurt nicht statt. Dieses Event gehört zu Offenbach. In Frankfurt gibt es das Mainfest am ersten Augustwochenende und das Museumsuferfest, das Ende des Monats – 2025 vom 29. bis 31. August – gefeiert wird.
Beide Veranstaltungen unterscheiden sich deutlich. Das Museumsuferfest ist eine große Kulturveranstaltung mit über 1 Million Besuchern jährlich, während das Mainfest stärker auf Volksfest-Elemente und Tradition setzt. Frankfurt bietet im August damit zwei große Anlässe für Bewohner und Gäste, den Fluss und die Stadt zu feiern.
Quelle: Frankfurter Neue Presse



