Bierkultur trifft Jubiläum in Frankfurt
Bierkultur trifft Jubiläum in Frankfurt, Foto: Pixabay

Das Craft-Beer-Festival in Frankfurt feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Am 5. und 6. September verwandelt sich das Casino der Goethe-Universität auf dem Campus Westend in einen Treffpunkt für bis zu 1000 Gäste. Organisiert wird das Ereignis von Sascha Euler und dem Naiv-Team. Was 2015 klein begann, hat sich zu einem festen Termin in der Szene entwickelt.

Inhaltsverzeichnis:

Sascha Euler und das Naiv-Team

Die Organisatoren blicken auf eine Entwicklung zurück, die bemerkenswert ist. 2015 nahmen nur wenige Aussteller teil. Heute sind es zwischen 70 und 80 Produzenten, die ihre Biere präsentieren. Zum ersten Mal musste eine zweite Halle dazugebucht werden, um allen Teilnehmern Platz zu bieten. Neben handwerklich gebrauten Bieren gibt es Streetfood und Weine. Für das Team ist dies ein Höhepunkt ihrer Arbeit, der das Festival über die Grenzen Frankfurts hinaus bekannt macht.

Internationale und regionale Brauereien

Das Festival bringt eine Vielzahl von Brauereien zusammen. Unter ihnen:

  • TankBusters aus Polen
  • The Sisters Brewery aus den Niederlanden
  • Sierra Nevada Brewery aus Chico in den Vereinigten Staaten
  • Kuehn Kunz Rosen und Schwarze Rose aus Mainz
  • Glaabsbräu aus Seligenstadt

Die Anwesenheit der Sierra Nevada Brewery gilt als Höhepunkt, da sie weltweit als Legende des Craft-Beer gilt. Internationale Vielfalt ergänzt die starke regionale Präsenz.

Rückläufiger Biermarkt in Deutschland

Trotz der positiven Entwicklung des Festivals ist die Lage der Branche schwierig. Sascha Euler bestätigt, dass der Biermarkt seit Jahren rückläufig ist. Besonders der Start der Craft-Beer-Bewegung in Deutschland verlief problematisch. Viele Konsumenten waren von den ungewohnten Geschmacksrichtungen überfordert. Zudem sind die Preise eine Hürde. Eine Kiste für 20 Euro stößt bei konservativen deutschen Biertrinkern oft auf Ablehnung.

Warum Craft-Bier teurer ist

Die Gründe für höhere Preise sind eindeutig:

  1. Nutzung hochwertiger Rohstoffe
  2. Produktion in kleinen Chargen
  3. Aufwändige Herstellungsprozesse im Vergleich zu industriellen Brauereien

Craft-Biere gelten deshalb nicht als elitäres Produkt, sind jedoch klar teurer als Massenbiere.

Craft-Bier als Nische

Der Marktanteil von Craft-Bieren in Deutschland liegt bei unter 1 Prozent. Exakte Zahlen fehlen, doch die geringe Größe unterstreicht den Nischencharakter. Für die Aussteller steht nicht der Verkauf im Mittelpunkt. Wichtiger sind Austausch, Vernetzung und das Probieren vor Ort. Die Besucher akzeptieren die höheren Preise und nutzen das Festival, um Neues kennenzulernen.

Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Die Veranstalter rechnen an beiden Tagen mit rund 1000 Gästen. Für den Besuch gelten folgende Bedingungen:

  • Eintritt im Vorverkauf: 13 Euro pro Tag
  • Tageskasse: 18 Euro pro Tag
  • Kombi-Ticket online für beide Tage: 20 Euro
  • Freitag, 5. September: 18 bis 0 Uhr
  • Samstag, 6. September: 14 bis 22 Uhr
  • Ort: Campus Westend, Casino, Nina-Rubinstein-Weg

Das Festival bietet Bierliebhabern die Möglichkeit, in zwei Tagen eine Vielfalt internationaler und regionaler Braukunst zu erleben.

 Quelle: Frankfurter Neue Presse

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