Stabile Mieten sichern bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt
Stabile Mieten sichern bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt, Foto: Pixabay

In Frankfurt profitieren mehr als 35 000 Haushalte von einer Regelung, die ihre Miete bis 2030 begrenzt. Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) und die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding verteidigen diesen Schritt. Es geht um den Schutz des Wohnmarkts und die Sicherung von bezahlbarem Raum in einer wachsenden Metropole.

Inhaltsverzeichnis:

Mike Josef verteidigt den Mietenstopp

Der Mietenstopp bei der ABG Frankfurt Holding gilt seit 2016 und wird nun bis 2030 verlängert. Laut Josef zeigen Umfragen in allen deutschen Großstädten, dass erschwinglicher Wohnraum das größte Problem auf kommunaler Ebene ist. Die Mieten bei der ABG dürfen jährlich höchstens um 1 % steigen. Eine Pflicht zur Erhöhung bestehe jedoch nicht.

Möglichkeit der Mietpreis­bremse
Möglichkeit der Mietpreis­bremse, Foto: Pixabay

Vom Mietenstopp profitieren rund 35 000 Haushalte. Gleichzeitig betonte Josef, dass die Maßnahme den Neubau nicht bremst. In den kommenden Jahren sollen 1 100 geförderte Wohnungen entstehen.

  • Mietenstopp seit 2016 in Kraft
  • Verlängerung bis 2030
  • Jährliche Steigerung maximal 1 %
  • 35 000 Haushalte betroffen
  • 1 100 neue geförderte Wohnungen geplant

Frank Junker erklärt finanzielle Folgen

ABG-Geschäftsführer Frank Junker teilte mit, dass die Einnahmeverluste durch den Mietenstopp kompensiert werden. Die Gesellschaft schüttet weniger Gewinn an die Stadt Frankfurt aus, wodurch Investitionen gesichert bleiben. Josef hob hervor, dass keine einzige Wohnung in Frankfurt wegen dieser Regelung entfällt.

Die Entscheidung stellt sicher, dass trotz Mietbegrenzung die Bau- und Sanierungsprojekte fortgeführt werden. Damit bleibt das Ziel erhalten, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig die Infrastruktur zu modernisieren.

Marcus Gwechenberger informiert über Sanierungen

Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) erklärte in der Stadtverordnetenversammlung, dass 870 Wohnungen in der Gellertsiedlung im Nordend energetisch saniert und an die Fernwärme angeschlossen werden. Konkret geht es um:

  • Münzenberger Straße 10–12
  • Rotlintstraße 105–113
  • Rotlintstraße 115–119

Die Mieten liegen derzeit bei 5 bis 12 Euro pro Quadratmeter. Der Vergleichswert in Frankfurt beträgt 12,50 Euro. Während der Sanierungsarbeiten werden Übergangswohnungen angeboten. Kündigungen werden nicht ausgesprochen, und alle Bewohnerinnen und Bewohner haben das Recht auf Rückkehr.

Tilo Schwichtenberg warnt vor Entmietung

Der Abgeordnete Tilo Schwichtenberg (Gartenpartei) warnte vor einer möglichen Entmietung in der Gellertsiedlung. Gwechenberger stellte jedoch klar, dass dies ausgeschlossen sei. Die ABG betont, dass jede Person nach Abschluss der Arbeiten in ihre Wohnung zurückkehren kann.

Damit wird sichergestellt, dass Modernisierungen nicht zur Verdrängung führen. Übergangslösungen vor Ort garantieren, dass die betroffenen Menschen während der Bauzeit im Quartier bleiben können.

Der Mietenstopp in Frankfurt gilt als wichtige Maßnahme, um in einer wachsenden Stadt die Wohnkosten stabil zu halten und gleichzeitig den Neubau sowie die energetische Sanierung voranzutreiben.

 Quelle: Frankfurter Rundschau

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