Ein kleiner Raum am Frankfurter Osthafen rückt in den Fokus des neuen Ausstellungsjahres. Das Kutscherhaus auf dem Gelände des Atelierfrankfurt wurde neu gestaltet. Am Donnerstag, 29. Januar, eröffnet dort um 18 Uhr die erste Ausstellung des Jahres. Damit beginnt eine neue Phase für einen Ort, der Künstlern seit Jahren offensteht und zunehmend auch Besucher anzieht. Weitere kulturelle Termine in der Stadt sind regelmäßig gebündelt, mehr hier.
Inhaltsverzeichnis
- Kutscherhaus am Atelierfrankfurt
- Isabel Friedrich und „Hubble, I love You“
- Historie und öffentlicher Zugang
- Atelierfrankfurt seit 2004
Kutscherhaus am Atelierfrankfurt
Das Kutscherhaus liegt in der Schwedlerstraße 1–5 im Frankfurter Ostend. Es grenzt direkt an den Innenhof des Atelierfrankfurt. Der Ausstellungsraum misst rund 40 Quadratmeter. Die Wände wurden kürzlich in einem rosafarbenen Ton gestrichen. Zuvor war dort eine zeichnerische Wandarbeit von Il-Jin Atem Choi zu sehen. Der Raum steht ausschließlich Kunstschaffenden des Atelierfrankfurt zur Präsentation ihrer Arbeiten zur Verfügung.
Das Gebäudeensemble am Osthafen zählt zum größten Kunstzentrum Hessens. Im Atelierfrankfurt arbeiten rund 220 Künstler. Dafür stehen etwa 140 Ateliers bereit. Sie verteilen sich auf sechs Etagen. Das Kutscherhaus ist eines von mehreren Ausstellungsformaten innerhalb des Hauses. Es gilt als einer der jüngsten Ausstellungsräume.
Isabel Friedrich und „Hubble, I love You“
Mit dem neuen Anstrich wurden die Vorbereitungen für die erste Schau abgeschlossen. Gezeigt wird die Ausstellung „Hubble, I love You“ der Künstlerin Isabel Friedrich. Präsentiert werden Malerei und eine KI-generierte filmische Installation. Die filmische Arbeit basiert direkt auf ihren Gemälden. Die Ausstellung läuft bis zum 26. Der Einsatz von KI in kulturellen Zusammenhängen wird auch an anderer Stelle diskutiert, mehr dazu.
Corinna Bimboese, Direktorin des Atelierfrankfurt, bezeichnet das Kutscherhaus als den jüngsten Ausstellungsraum im Haus. Pro Jahr finden dort sieben, teilweise acht Ausstellungen statt. Seit dem vergangenen Jahr wird der Raum zusätzlich für Hochzeitszeremonien genutzt. „Zwei gab es hier bereits“, sagt Corinna Bimboese wörtlich.
Historie und öffentlicher Zugang
Das Kutscherhaus ist ein Relikt aus der frühen Bauphase des Areals. Das Hauptgebäude wurde 1912 errichtet. Früher diente es als Firmensitz der Lebensmittel-Einzelhandelskette Jakob Latscha. Heute ist es Teil eines offenen Ausstellungskonzepts. Alle Ausstellungsräume im Untergeschoss, Erdgeschoss und Innenhof sind während der Laufzeiten frei zugänglich.
Für jede Ausstellung ist eine Bewerbung erforderlich. Das gilt für das Kutscherhaus ebenso wie für die übrigen Flächen. Nach Einschätzung von Corinna Bimboese ermöglicht dieses Modell einen niedrigschwelligen Zugang zur Kunst. Werktags kommen viele Besucher von außerhalb. Dazu zählen Angestellte aus umliegenden Büros. Auch Eltern, die ihre Kinder zur Task Schauspielschule bringen, nutzen den Weg durch das Gebäude. Geöffnete Türen machen die Ausstellungen sofort sichtbar. Frankfurt positioniert sich parallel auch über größere Kulturformate, Frankfurt 2026 ist ein weiteres Beispiel.
Atelierfrankfurt seit 2004
Die Anfänge des Atelierfrankfurt liegen im Alten Polizeipräsidium. Gegründet wurde es 2004 als Atelier- und Ausstellungshaus. Ausgangspunkt war eine private Initiative. Daraus entstand später ein gemeinnütziger Verein. Seit 2014 befindet sich das Zentrum im Frankfurter Ostend. Der aktuelle Mietvertrag für die Schwedlerstraße läuft bis Ende 2028. Über eine Nutzung danach gibt es derzeit keine konkreten Aussagen. Gespräche mit der Eigentümerseite finden statt.
Für das laufende Jahr sind mehrere Projekte geplant. Mitte Februar eröffnet im Untergeschoss eine große Einzelausstellung von Edwin Schäfer. Im März folgt eine Schau in den Projekträumen mit dem Schwerpunkt Druckgrafik. Die Idee dazu stammt von Künstlern aus dem Haus. Sie laden dafür zehn bis zwölf Kunstschaffende ein, die Druckgrafik in ihrem Portfolio führen. Zusätzlich ist für den Sommer die Eröffnung eines weiteren Ausstellungsraums vorgesehen. Der neue Raum im Erdgeschoss ist etwa 25 Quadratmeter groß. Er soll künftig von jungen Kunststudenten genutzt werden.
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FAQ
Wann wird die erste Ausstellung im Kutscherhaus eröffnet?
Die erste Ausstellung des Jahres im Kutscherhaus wird am Donnerstag, den 29. Januar, um 18 Uhr eröffnet.
Welche Ausstellung ist aktuell im Kutscherhaus zu sehen?
Gezeigt wird die Ausstellung „Hubble, I love You“ der Künstlerin Isabel Friedrich mit Malerei und einer KI-generierten filmischen Installation.
Wie groß ist der Ausstellungsraum im Kutscherhaus?
Der Ausstellungsraum im Kutscherhaus hat eine Fläche von rund 40 Quadratmetern.
Wer kann im Kutscherhaus ausstellen?
Der Raum steht ausschließlich Kunstschaffenden des Atelierfrankfurt zur Präsentation ihrer Arbeiten zur Verfügung.
Wie viele Künstler arbeiten im Atelierfrankfurt?
Im Atelierfrankfurt arbeiten rund 220 Künstler in etwa 140 Ateliers auf sechs Etagen.
Seit wann wird das Atelierfrankfurt am Standort im Ostend genutzt?
Das Atelierfrankfurt befindet sich seit dem Jahr 2014 am Standort im Frankfurter Ostend.
Bis wann läuft der aktuelle Mietvertrag für das Atelierfrankfurt?
Der aktuelle Mietvertrag für die Schwedlerstraße läuft bis Ende 2028.
Quelle: Frankfurter Neue Presse, Milekcorp



