Frankfurts beliebtes Ausflugsziel erhält neues gastronomisches Leben. Mit einem erfahrenen Betreiberduo, regelmäßigen Angeboten und ambitionierten Plänen soll das Gelände zu einem Anziehungspunkt für die ganze Region werden.
Inhaltsverzeichnis:
- Mathias Schunk bringt neue Energie nach Kalbach
- Livemusik, Glaskästen und eine Deutsche Dogge
- SPD informiert über Gelände und Sanierungspläne
- Herausforderungen und Optimismus
Mathias Schunk bringt neue Energie nach Kalbach
Seit Februar 2025 betreiben Mathias Schunk und sein Sohn Marvin das Tower-Café am Alten Flugplatz Kalbach/Bonames. Das Vater-Sohn-Team ist in Frankfurt keine Unbekannte: Mathias Schunk ist durch seine Kaffeerösterei „Höchster Röstgenuss“ bekannt. In der ehemaligen Tower-Kantine hat er eine große Röstmaschine installiert. Die Innenräume, die jahrelang leer standen, wurden vollständig reaktiviert und neu gestaltet.
Das Café ist mittwochs bis sonntags von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Bald sollen die Öffnungszeiten verlängert werden – möglicherweise bis 22 oder sogar 23 Uhr. Besucher können sich auf eine feste Speisekarte freuen:
- Grillwurst, Grüne Soße, Kaffee, Kuchen, kühle Getränke (werktags)
- Schnitzel, Dry-Age-Hackbraten, Forelle (am Wochenende)
- Livemusik an jedem letzten Sonntag im Monat um 15 Uhr
Die Resonanz auf das neue Angebot ist positiv. Besonders am Wochenende ist das Café gut besucht. Die Betreiber möchten dies nun auch auf die Werktage ausdehnen.
Livemusik, Glaskästen und eine Deutsche Dogge
Die monatlichen Konzerte auf dem Gelände erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Am 3. August musste das Event ausnahmsweise wegen Regens verlegt werden. Auch neue Unterhaltungsangebote wie Boccia und Tischtennis sind geplant. Für die früheren großen Aquarien im Innenraum hat Schunk ebenfalls bereits konkrete Ideen.
Mitarbeiterin Emma – eine große Deutsche Dogge – wacht entspannt über das Geschehen im Gastraum. Sie ist bei den Gästen sehr beliebt. Der derzeitige Pachtvertrag für das Tower-Café läuft bis Ende 2026. Danach soll das Projekt weiter wachsen.
Die Familie Schunk plant, 2026 voll durchzustarten. Die technischen Anlagen wurden über Monate instand gesetzt, bevor der Betrieb im Juni aufgenommen wurde – mit besserem Ergebnis als erwartet.
SPD informiert über Gelände und Sanierungspläne
Beim Besuch der Frankfurter SPD informierte Susanne Kassold, Fraktionsvorsitzende und Vize-Ortsvorsteherin von Kalbach und Riedberg, über die Zukunft des Areals. Das Gelände, das einst von der US-Armee als Hubschrauberbasis genutzt wurde, ist heute ein Naturparadies für Frösche und Vögel.
Die Stadt Frankfurt plant, das Gelände zu sanieren und besser zugänglich zu machen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen:
- Sanierung alter Anlagen
- Trennung von Rad- und Fußwegen auf der Ex-Landebahn
- Einführung eines Wegzugangs zum Schollenfeld
Einige dieser Vorschläge, besonders der Zugang zum Schollenfeld, stoßen jedoch auf Skepsis bei den Anwohnern und Besuchern.
Herausforderungen und Optimismus
Einige Gäste äußerten Zweifel an der Attraktivität des Standorts unter der Woche. Der Besuch sei bisher nur am Wochenende spürbar. Schunk sieht darin eine Herausforderung, aber auch eine Chance. Sein Ziel: das Tower-Café zu einem ganzjährigen, täglichen Treffpunkt zu machen – auch unter der Woche.
Der Hangarvorplatz diente von 2015 bis 2020 als Unterkunft für Hunderte Flüchtlingsfamilien. Diese Zeit gilt rückblickend als unproblematisch. Matthias Jakob vom Ortsbeirat 12 betonte, dass sich alle Ängste als unbegründet erwiesen hätten. Seine Botschaft war deutlich: „Man muss nicht der rechten Szene die Deutungshoheit überlassen.“
Das Gelände des Alten Flugplatzes bleibt damit ein Ort im Wandel – geprägt von Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Mit neuen Ideen, festen Plänen und einer Portion Enthusiasmus bringt die Familie Schunk frischen Wind in ein bekanntes Stück Frankfurter Stadtgeschichte.
Quelle: Frankfurter Neue Presse


