Frankfurts Uniklinik plant den Ausbau
Frankfurts Uniklinik plant den Ausbau, pixabay/Foto illustrativ

Die Frankfurter Uniklinik steht vor einem bedeutenden Schritt zur Verbesserung ihrer psychiatrischen Versorgung. Mit dem Beschluss zum ersten Bauabschnitt beginnt ein neues Kapitel – zwei neue Gebäude mit insgesamt rund 6.400 Quadratmetern zusätzlicher Fläche sollen entstehen. Die derzeitige Infrastruktur genügt nicht mehr den Anforderungen. Ziel ist es, dringend benötigte Räume zu schaffen, um die psychiatrische Versorgung nachhaltig zu stärken.

Inhaltsverzeichnis:

Wettbewerb von Code Unique und RSP Freiraum gewonnen

Den ersten Preis im Architektenwettbewerb erhielten die Büros Code Unique und RSP Freiraum aus Dresden. Die Entscheidung traf eine Jury unter Leitung des Stuttgarter Architekten Stefan Behnisch.

Der zweite Platz ging an das Frankfurter Büro Schneider + Schumacher in Kooperation mit Gina Barcelona Architects und WGF Objekt Landschaftsarchitekten aus Nürnberg.

Die ausgezeichneten Entwürfe bilden die Grundlage für die weitere Planung. Gabriele Schmücker-Winkelmann vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen erklärte, dass so die bauliche Basis für einen zukunftsfähigen Ausbau des Campus gelegt werde. Die endgültige Umsetzungsentscheidung steht allerdings noch aus.

Erweiterung des historischen Elsaesser-Baus

Der denkmalgeschützte Elsaesser-Bau, zwischen 1929 und 1931 vom Architekten Martin Elsaesser errichtet, wird durch die geplanten Neubauten ergänzt. In direkter Nachbarschaft befindet sich bereits seit 1998 das Haus der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Im südlichen Gartenteil des Areals sollen künftig vier Stationen für Erwachsene untergebracht werden.

Die derzeitige Nutzfläche der Klinik beträgt rund 11.500 Quadratmeter – benötigt werden jedoch mindestens 20.000 Quadratmeter. Die fehlenden fast 9.000 Quadratmeter sollen durch die Erweiterung bereitgestellt werden.

Neue Nutzungskonzepte für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Im zweiten Neubau sollen das Autismuszentrum sowie das Frühförderzentrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht werden.

Die Finanzierung übernimmt das Land Hessen. Die geschätzten Kosten liegen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Eine konkrete Summe wurde noch nicht bekannt gegeben.

Die bestehende Infrastruktur ist laut Klinikleitung veraltet. Jürgen Graf, ärztlicher Direktor der Uniklinik, forderte einen zügigen Baubeginn, um die Versorgungslage zu verbessern. Auch Andreas Reif, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, betonte den wachsenden Bedarf an Behandlungsplätzen.

Steigende Nachfrage und medizinischer Handlungsdruck

Die Nachfrage nach psychiatrischer Versorgung ist in den letzten Jahren stark gestiegen – sowohl in der Erwachsenen- als auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Neben der Patientenversorgung ist auch die Ausbildung von Fachkräften ein zentrales Anliegen. Der neue Campus soll daher moderne Behandlungsräume sowie Forschungs- und Ausbildungsbereiche bereitstellen.

Die Verantwortlichen setzen auf eine schnelle Umsetzung, um durch moderne Gebäude eine nachhaltige, zukunftssichere Struktur zu schaffen. Die geplanten Maßnahmen gelten als entscheidend zur Bewältigung des steigenden Versorgungsdrucks.

 Quelle: Frankfurter Rundschau

 

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