Im Frankfurter Rothschildpark hinter der Alten Oper verbirgt sich ein Ort, der sich inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt hat. Jeden Donnerstag von 14.30 bis 17 Uhr öffnet das Bürgerinstitut seine Gartenterrasse für ein Sommercafé. Dazu kommen an jedem ersten Donnerstag im Monat bis 19.30 Uhr die sogenannten Sundowner. Das Angebot lockt Woche für Woche Dutzende Menschen an.
Inhaltsverzeichnis:
- Verena Holly organisiert Terrasse und Team
- Austausch am großen Tisch
- Zuversichts-Gespräche mit nachhaltiger Wirkung
- Atmosphäre wie in einem klassischen Café
Verena Holly organisiert Terrasse und Team
Verena Holly (54) leitet gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Team die Veranstaltungen im Garten. Sie kümmert sich darum, dass Kaffee, Kuchen, Getränke und kleine Snacks bereitstehen. Bei starkem Andrang müssen zusätzliche Stühle und Tische aufgestellt werden. Viele Besucher fragen nach freien Plätzen oder kündigen an, später wiederzukommen.
Im Innenbereich stehen frisch gebackene Kuchen. Zur Auswahl gehören unter anderem:
- Mandarinen-Schmand
- Kirsch-Käse mit Streuseln
- Schoko-Birne
- Apfel-Walnuss
Die Backwaren stammen von der Kuchenmacherei des Frankfurter Verbands. Ehrenamtler Michael Schmitz (62) nimmt Bestellungen auf und serviert sie. Die Preise bleiben bewusst niedrig. Ein Stück Kuchen kostet 2,50 Euro, Kaffee je nach Sorte zwischen 1 und 2 Euro.
Austausch am großen Tisch
Ein besonderer Bestandteil sind die Gesprächsrunden. Auf einem Aufsteller finden sich Themen wie Vorsorge, Betreuung, Nachlassregelung, Demenz oder Hospizarbeit. Viele Gäste lassen sich sofort in die Runden integrieren und kommen schnell ins Gespräch.
Am großen Tisch treffen sich jedes Mal ein Dutzend Besucher. Jürgen berichtet, dass er regelmäßig dabei ist. Serdar kam neugierig zum ersten Mal und fand sofort Anschluss. Christl besucht das Café inzwischen zum dritten Mal. Alle schätzen die offene Atmosphäre.
Zuversichts-Gespräche mit nachhaltiger Wirkung
Neben Kaffee und Kuchen bietet Verena Holly sogenannte Zuversichts-Gespräche an. Diese Gespräche sollen Anregungen geben, das Leben aktiver zu gestalten. Karin nahm daran teil und beschreibt, dass sie sich seitdem intensiver mit spontanen Entscheidungen beschäftigt. Sie wolle lernen, Chancen für Kultur oder Freizeit direkter zu nutzen.
Auch andere Gäste bestätigen die positive Wirkung. Viele kommen regelmäßig wieder, um den Austausch fortzuführen. Das Gästebuch im Bürgerinstitut ist voller Einträge mit dem Satz „Wir kommen wieder“.
Atmosphäre wie in einem klassischen Café
Die Terrasse liegt versteckt, gilt aber inzwischen als Geheimtipp. Freundliche Menschen servieren Getränke, nehmen Bestellungen auf und schaffen eine entspannte Stimmung. Mehr als 60 Personen besuchen an manchen Tagen das Sommercafé. Wenn einige Gäste gehen, warten bereits die nächsten.
Das Zusammenspiel aus günstigen Preisen, frischem Kuchen und offener Gesellschaft macht den Ort zu einem festen Bestandteil des Frankfurter Sommers. Das Bürgerinstitut bietet damit nicht nur Genuss, sondern auch einen sozialen Raum für Begegnung und Gespräche.
Quelle: Frankfurter Neue Presse



