Der Verkehr auf der Triftstraße steht seit Monaten im Fokus. Radfahrer nutzen die Verbindung täglich. Autos fahren dort häufig zügig. Die zulässige Geschwindigkeit liegt bei 50 km/h. Der Straßenraum ist eng. Parkende Fahrzeuge verschärfen die Lage. Ähnliche Diskussionen über Verkehrsregeln und Sicherheit gibt es auch im Zusammenhang mit höheren Bußgeldern im Stadtgebiet. Bereits kurze Abschnitte zeigen Risiken. Besonders zwischen Frauenhofstraße und Gerauer Straße entstehen Konflikte. Die Stadt erkennt Handlungsbedarf. Gleichzeitig lehnt sie einzelne Vorschläge ab. Stattdessen rückt eine andere Maßnahme in den Vordergrund.
Inhaltsverzeichnis:
- Triftstraße Frankfurt am Main
- Ortsbeirat 5 und Bündnis 90 Die Grünen
- Magistrat Frankfurt am Main
- Adolf-Miersch-Straße und Lyoner Quartier
Triftstraße Frankfurt am Main
Die Triftstraße Richtung Lyoner Quartier war früher zweispurig und wird ab der Einmündung Gerauer Straße zur Adolf-Miersch-Straße. In beiden Fahrtrichtungen wird häufig beschleunigt. Parkende Autos stehen längs am rechten Fahrbahnrand. Zwischen Fahrzeugen und Mittellinie bleiben nur wenige Zentimeter.
Radfahrer geraten dadurch in die Dooring-Zone. Eine geöffnete Autotür kann schwere Unfälle auslösen. Um dies zu vermeiden, fahren viele links der Mittellinie. Damit befinden sie sich direkt im fließenden Verkehr. Überholende Fahrzeuge kommen oft sehr nah. Vergleichbare Sicherheitsfragen stellen sich auch bei Schulstraßen für mehr Sicherheit.
Zusätzliche Gefahren entstehen an Einmündungen. Wer von der Egelsbacher Straße einbiegt, sieht schlecht nach links. Auch Radfahrer sind spät erkennbar. Die Situation betrifft mehrere hundert Meter.
Ortsbeirat 5 und Bündnis 90 Die Grünen
Der Ortsbeirat 5 griff das Thema auf. Den Antrag stellten die Grünen. Sie forderten eine neue Markierung. Vorgeschlagen wurde:
- Aufhebung der Mittelleitlinie
- Markierung eines Sicherheitstrennstreifens neben dem Parkstreifen
Ziel war ein besserer Schutz vor Dooring-Unfällen. Autofahrer sollten den Abstand wahrnehmen. Die Strecke gilt als wichtige Verbindung. Entsprechend hoch ist das Verkehrsaufkommen.
Magistrat Frankfurt am Main
Die Stadt reagierte mit einer Stellungnahme. Der Magistrat erkennt das Problem an. Er lehnt die Umsetzung in der vorgeschlagenen Form jedoch ab. Ein Sicherheitstrennstreifen schütze zwar vor Autotüren. Gleichzeitig könne der seitliche Abstand zu überholenden Autos nicht eingehalten werden.
Betroffen wäre ein Abschnitt von über 500 Metern. Die Stadt verweist auf Erfahrungen aus der Schloßstraße in Bockenheim. Dort seien Radfahrer von hinten bedrängt worden. Riskante Überholmanöver hätten zugenommen. Die Gefahrenlage würde sich damit nur verlagern. Auch andere Projekte wie der Umbau am Grüneburgweg werden ähnlich bewertet.
Adolf-Miersch-Straße und Lyoner Quartier
Nach Ansicht der Stadt gibt es eine wirksamere Lösung. Parkplätze sollen entfallen. Anschließend könne ein Radschutzstreifen markiert werden. Die Triftstraße, Adolf-Miersch-Straße und Lyoner Straße bilden die wichtigste Radverkehrsverbindung ins Lyoner Quartier. Ihre Bedeutung wächst.
Gründe dafür sind klar benannt:
- Mehr Bewohner ziehen in ehemalige Bürogebäude.
- Der Radverkehr durch den Rennbahnpark nimmt zu.
Die Stadt signalisiert Bereitschaft. Wenn der Ortsbeirat zustimmt, könne eine Planung erarbeitet und umgesetzt werden. Stadtbezirksvorsteher Dirk Trull unterstützt diesen Ansatz. Er spricht sich für Radfahrstreifen auf der rechten Fahrspur der Trift- und Adolf-Miersch-Straße aus.
Standort auf Google Maps prüfen:
Karte: Google Maps
Quelle: Frankfurter Neue Presse, Milekcorp
FAQ
Warum gilt die Triftstraße als gefährlich für Radfahrer?
Die Triftstraße wird häufig mit 50 km/h befahren, ist stellenweise eng und weist längs parkende Fahrzeuge auf. Radfahrer müssen dadurch nahe an der Mittellinie fahren und geraten in die Dooring-Zone.
Was ist die Dooring-Zone auf der Triftstraße?
Als Dooring-Zone gilt der Bereich neben parkenden Autos, in dem sich plötzlich öffnende Fahrzeugtüren befinden können. Dort besteht ein erhöhtes Unfallrisiko für Radfahrer.
Welche Änderung hat der Ortsbeirat 5 vorgeschlagen?
Der Ortsbeirat 5 schlug vor, die Mittelleitlinie aufzuheben und stattdessen einen Sicherheitstrennstreifen neben dem Parkstreifen zu markieren.
Warum lehnt der Magistrat diesen Vorschlag ab?
Der Magistrat sieht die Gefahr, dass der notwendige Sicherheitsabstand zu überholenden Autos auf einem über 500 Meter langen Abschnitt nicht eingehalten werden kann.
Welche Erfahrungen nennt die Stadt als Begründung?
Die Stadt verweist auf Erfahrungen aus der Schloßstraße in Bockenheim, wo Radfahrer trotz Schutzstreifen von hinten bedrängt und riskant überholt wurden.
Welche Lösung hält die Stadt für sinnvoller?
Die Stadt schlägt vor, Parkplätze an der Triftstraße zu entfernen und anschließend einen Radschutzstreifen zu markieren.
Warum ist die Strecke zum Lyoner Quartier besonders wichtig?
Die Triftstraße, Adolf-Miersch-Straße und Lyoner Straße bilden die wichtigste Radverkehrsverbindung ins Lyoner Quartier, dessen Bedeutung durch neue Wohnnutzung weiter zunimmt.
Welche Rolle spielt der Rennbahnpark?
Der Rennbahnpark am östlichen Ende der Straße wird zunehmend von Radfahrern genutzt und trägt zum steigenden Verkehrsaufkommen bei.
Wer unterstützt die vorgeschlagene Alternative der Stadt?
Stadtbezirksvorsteher Dirk Trull unterstützt die Idee, Radfahrstreifen auf der rechten Fahrspur der Trift- und Adolf-Miersch-Straße einzurichten.


