Besucher feiern Kultur im Günthersburgpark
Besucher feiern Kultur im Günthersburgpark, pixabay/Foto illustrativ

Das Musik- und Kulturfestival im Frankfurter Günthersburgpark zeigte sich 2025 stabiler als im Vorjahr. Rund 80.000 Besucherinnen und Besucher kamen zwischen dem 19. Juni und dem 8. Juli zu Konzerten, Theateraufführungen und Kabarett-Abenden. Trotz des Erfolgs bleibt die Zukunft des Festivals ungewiss. Der Veranstalter, Michael Herl, kämpft weiter um den Fortbestand. Die Finanzierung bleibt ein Risiko. Dennoch: Die Gagen der auftretenden Künstler konnten diesmal rechtzeitig gezahlt werden, was 2024 nicht möglich war.

Inhaltsverzeichnis:

Michael Herl zieht positive Bilanz

Michael Herl, Leiter des Stalburg-Theaters und Organisator des Stoffel, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf. Im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau erklärte er, dass das Festival diesmal deutlich besser lief als 2024. Die Stimmung sei durchweg positiv gewesen, das Publikum habe verstanden, worum es gehe – nämlich darum, das Festival durch Spenden, Sponsoring und Gastronomie-Einnahmen zu erhalten.

Trotz aller Euphorie bleibt Herl realistisch. Die Besucherzahl lag zwar bei etwa 80.000, früher seien es jedoch bis zu 120.000 gewesen. Ein Rückgang, der nicht unbemerkt bleibt. „Die guten Zeiten sind vorbei“, sagt Herl. Auch wirtschaftlich sei das Projekt alles andere als leicht. Er bezeichnet das Festival als „betriebswirtschaftlich wahnsinnig, aber emotional großartig“.

Stadt Frankfurt unterstützt mit 39.700 Euro

Die finanzielle Grundlage des Festivals ist schmal. Jährlich werden rund 80.000 Euro benötigt, um das Stoffel durchzuführen. Davon übernimmt die Stadt Frankfurt 39.700 Euro in Form einer festen Förderung. Der Rest wird durch Spenden und den Verkauf von Speisen und Getränken erwirtschaftet. Diese Summe konnte in diesem Jahr erreicht werden. Dadurch blieb sogar ein kleiner Überschuss.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Rolle des Festivals als wirtschaftliche Stütze für das Stalburg-Theater. Dieses kämpft seit der Corona-Krise mit finanziellen Schwierigkeiten. Das Stoffel hilft, Gehälter während der Sommermonate zu sichern und das Theater am Leben zu halten. Herl betont, dass man die Mitarbeitenden nicht im Juni entlassen und im September neu einstellen wolle.

Stalburg-Theater weiterhin in der Krise

Das Stalburg-Theater, gegründet 1998 von Michael Herl, bleibt existenziell bedroht. Zwar konnten 2024 durch Spenden und Unterstützungen kurzfristige Engpässe überbrückt werden, doch die Lage bleibt angespannt. Der Fortbestand des Stoffel ist eng an das Überleben des Theaters gekoppelt.

Die Planung für 2026 läuft bereits. Herl möchte das 22. Stoffel unbedingt veranstalten. Doch sicher ist nichts. Die steigenden Kosten, der hohe Organisationsaufwand und die unsichere Spendenlage machen eine langfristige Sicherung schwierig. Trotz aller Widrigkeiten bleibt die Hoffnung, dass sich genug Unterstützerinnen und Unterstützer finden, um das traditionsreiche Open-Air-Festival am Leben zu halten.

Quelle: Frankfurter Rundschau

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