Frankfurt steht vor einer wichtigen Entscheidung. Das städtische Weingut, das seit 1803 besteht und aktuell 23,3 Hektar Rebflächen umfasst, soll neu verpachtet werden. Noch ist unklar, wer ab 2026 tatsächlich den Zuschlag erhält und wie die Finanzierung aussieht.
Inhaltsverzeichnis:
- Fabian Schmidt und das Bio-Weingut
- Fragen der CDU zur Pacht
- Rolle von Armin und Jürgen Rupp
- Stellungnahmen von Sylvia Weber und Stefan Schmidt
Fabian Schmidt und das Bio-Weingut
Der 42-jährige Winzer Fabian Schmidt aus dem Rheingau setzte sich im Sommer 2024 gegen 10 Mitbewerber durch. Er betreibt seit 2009 das Bio-Weingut Im Weinegg in Hochheim mit 13 Hektar Fläche. Ab dem 1. Januar 2026 soll er das Frankfurter Weingut übernehmen und vollständig auf Bio-Produktion umstellen.
Seine Pläne sehen unter anderem vor:
- Umstellung auf ökologischen Anbau.
- Nutzung nachhaltiger Produktionsmethoden.
- Erweiterung des Vertriebs auch überregional.
Die Entscheidung ist jedoch noch nicht endgültig. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung müssen zustimmen.
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Fragen der CDU zur Pacht
Die CDU-Fraktion hat Zweifel an dem neuen Konzept. Sie verlangt Antworten auf mehrere Punkte:
- Gründe für die Nichtverlängerung mit der Familie Rupp.
- Kosten der Umstellung auf Bio-Wein.
- Mögliche Entschädigungen für den bisherigen Pächter Armin Rupp.
- Kriterien der Konzeptvergabe und Zusammensetzung der Jury.
- Zukunft der Gastronomieflächen im „Steinernen Haus“ und in der „Weinstube am Römer“.
Die Christdemokraten wollen vor allem wissen, wer die finanziellen Risiken trägt.
Rolle von Armin und Jürgen Rupp
Seit 1994 führte Armin Rupp das Weingut. Unter seiner Leitung wurde der Frankfurter Riesling mehrfach prämiert und sogar nach Asien exportiert. Auf Platz drei der Bewerberliste landete Jürgen Rupp aus derselben Familie.
Sollte Fabian Schmidt nicht den Zuschlag bekommen, könnte die Bietergemeinschaft Henkel ihr Angebot überarbeiten. Sie belegte Rang zwei im Auswahlverfahren.
Stellungnahmen von Sylvia Weber und Stefan Schmidt
Stadträtin Sylvia Weber (SPD) betonte, dass sich die Neuausschreibung noch in Arbeit befinde. Eine Magistratsvorlage werde vorbereitet, könne aber erst Ende des Jahres den Stadtverordneten vorgelegt werden.
Stefan Schmidt, Vater von Fabian Schmidt und zuständig für die Finanzen, erklärte, dass die rechtliche Prüfung des Vertrags laufe. Er verwies auf die schwierige bauliche Situation der Gebäude. Die neuen Pächter wollen sicherstellen, dass sie bei der Übernahme nicht benachteiligt werden.
Damit bleibt die Zukunft des traditionsreichen Frankfurter Weinguts weiterhin offen.
Quelle: Frankkfurter Neue Presse, YouTube, Damals in Frankfurt


