Die Deutsche Bahn stellt ihre Aktivitäten unter der Marke „ServiceStore DB“ ein. Bis Ende 2026 sollen rund 200 Verkaufsstellen bundesweit, darunter auch in Frankfurt und dem Taunus, nicht mehr unter dieser Marke betrieben werden. Doch es handelt sich nicht um Schließungen – die Standorte bleiben bestehen, allerdings mit neuen Betreibern und Konzepten.
Inhaltsverzeichnis:
- Hauptbahnhof Frankfurt und Taunusanlage betroffen
- Vertragspartner übernehmen Standorte
- Modernisierung der Bahnhöfe geplant
- Fokus auf neue Konzepte und Infrastruktur
Hauptbahnhof Frankfurt und Taunusanlage betroffen
In Frankfurt und Umgebung sind mindestens neun Bahnhöfe vom Rückzug der Marke „ServiceStore DB“ betroffen. Darunter fallen unter anderem der Hauptbahnhof, der Südbahnhof, der Westbahnhof sowie die S-Bahn-Station Taunusanlage. Auch in der Umgebung – wie in Hofheim am Taunus, Langen, Oberursel, am Flughafen-Regionalbahnhof, Offenbach-Marktplatz und im Hauptbahnhof Hanau – wird es Veränderungen geben.
Die Läden boten bisher Getränke, Snacks, Zeitschriften und Reisezubehör an. Die Marke war seit 1998 präsent. Nun ist klar: Die Deutsche Bahn zieht sich vollständig aus dem Betrieb zurück – jedoch ohne die Standorte zu schließen.
Vertragspartner übernehmen Standorte
Die bisherigen Franchise-Nehmer sollen die Kioske künftig unter eigener Marke weiterführen. Dabei handelt es sich um erfahrene Betreiber, die bereits seit Jahren im Markt etabliert sind. Ihnen wird ermöglicht, die Läden mit neuen Konzepten auszustatten und Investitionen in die Modernisierung vorzunehmen.
Auch die Mitarbeitenden sind von der Umstellung kaum betroffen, da sie bereits zuvor nicht bei der Bahn, sondern bei den jeweiligen Franchiseunternehmen beschäftigt waren. Rund 200 Standorte sollen so in neue Hände übergehen – ohne Unterbrechung der Versorgung.
Modernisierung der Bahnhöfe geplant
Der Rückzug der Bahn aus dem Einzelhandel ist Teil des umfassenden Sanierungsprogramms „S3“. Dieses fokussiert sich auf die Erneuerung der Infrastruktur, die Optimierung des Betriebs sowie die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit.
Bis 2027 sollen etwa 100 Stationen zu sogenannten „Zukunftsbahnhöfen“ ausgebaut werden. In der Region Frankfurt betrifft dies unter anderem Mainhausen-Zellhausen, Zeppelinheim, Walldorf und Mörfelden. Diese Bahnhöfe erhalten technische Aufrüstungen sowie verbesserte Informationssysteme für Reisende.
Fokus auf neue Konzepte und Infrastruktur
Die Deutsche Bahn trennt sich von einem langjährigen Einzelhandelsangebot, um sich auf ihre Kerntätigkeiten zu konzentrieren. Die Marke „ServiceStore DB“ verschwindet zwar, doch die Versorgung der Reisenden bleibt erhalten – nun unter neuer Verantwortung erfahrener Betreiber.
Die Umstellung erfolgt schrittweise bis Ende 2026. Für die Fahrgäste soll sich möglichst wenig ändern – im Idealfall profitieren sie sogar von modernen Shops mit besserem Service. Die neue Strategie der Bahn ist klar: Fokus auf Infrastruktur und Digitalisierung, weniger auf den Einzelhandel.
Quelle: Frankfurter Neue Presse