Flughafenstreik-Frankfurt
pixabay/Foto illustrativ

Der Flugbetrieb am Flughafen Frankfurt wird am Montag nahezu vollständig eingestellt. Die Betreiber des Flughafens rufen Passagiere dazu auf, nicht anzureisen, da weder Abflüge noch Umsteigeverbindungen stattfinden können. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zum Streik aufgerufen, nachdem Tarifverhandlungen gescheitert sind. Dies führt zu massiven Störungen im Luftverkehr, die sich auf den gesamten Flugverkehr in Deutschland auswirken.

Inhaltsverzeichnis:

Auswirkungen auf den Flughafen Frankfurt

Nach Angaben von Fraport sollten am Montag 1.170 Flugbewegungen mit mehr als 150.000 Passagieren stattfinden. Aufgrund des Streiks ist dies jedoch nicht möglich. Auch Umsteigeverbindungen sind stark betroffen und können nicht wie geplant durchgeführt werden. Fluggäste, die von anderen Flughäfen aus weiterreisen möchten, sollten den aktuellen Status ihres Fluges direkt bei ihrer Fluggesellschaft prüfen.

Im Rahmen von Notdienstvereinbarungen werden lediglich dringend notwendige Tätigkeiten zur Gefahrenabwehr und zur Sicherung technischer Anlagen durchgeführt. Eine normale Abfertigung von Flügen ist nicht vorgesehen. Passagiere werden dringend gebeten, nicht zum Flughafen zu kommen.

Streik betrifft 11 Flughäfen in Deutschland

Nicht nur Frankfurt ist betroffen. Insgesamt wird an 11 Flughäfen in Deutschland gestreikt, was den Luftverkehr erheblich beeinträchtigt. Nach Einschätzungen des Flughafenverbands ADV werden über 3.400 Flüge gestrichen, rund 510.000 Passagiere können ihre geplanten Reisen nicht antreten. In der gesamten Streiksaison konnten bereits 800.000 Passagiere ihre Flüge nicht wie vorgesehen wahrnehmen.

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel erklärte, dass die gleichzeitige Stilllegung mehrerer Flughäfen eine neue Dimension erreicht habe. Diese Maßnahmen hätten nicht nur Konsequenzen für Reisende, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf verschiedene Branchen, darunter die Hotellerie und den Einzelhandel.

Kritik an den Streikmaßnahmen

Der Luftverkehrsverband BDL äußerte scharfe Kritik an den Streiks. Hauptgeschäftsführer Joachim Lang bezeichnete die Maßnahmen als unverhältnismäßig. Er betonte, dass neben den Flughäfen und Airlines auch andere Sektoren wie die Gastronomie und der Einzelhandel von den Arbeitsniederlegungen betroffen seien, obwohl sie nicht direkt in die Tarifverhandlungen involviert sind.

Lang fordert daher neue gesetzliche Regelungen für Streiks in der kritischen Infrastruktur. Dies solle verhindern, dass gesamte Wirtschaftszweige lahmgelegt werden, bevor eine neue Verhandlungsrunde überhaupt begonnen hat.

Die Folgen des Streiks sind weitreichend. Viele Reisende müssen ihre Pläne ändern oder alternative Transportmittel finden. Die Verhandlungen zwischen den Tarifparteien bleiben weiterhin angespannt.

Quelle: fnp.de

 

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